dob berufsbekleidung - Kübler Workwear

174 INSPIRED BY YOUR JOB Elektrostatische Aufladung entsteht durch einen Überschuss oder Mangel an Elektronen auf der Oberfläche eines Stoffes oder Körpers. Dieses Phänomen kommt insbesondere in Bereichen vor, in denen nicht oder nur schlecht leitende Stoffe an Reibungs- oder Trennvorgängen beteiligt sind, wie z. B. Abwickeln von Papier- oder Stoffbahnen von Rollen, Gehen auf isolierendem Untergrund, Abfüllen von Flüssigkeiten oder Transport pulverförmiger Stoffe in Rohrleitungen. Wie stark sich eine Bekleidung auflädt, ist u. a. abhängig von Material, Geschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit. Um diese statische Aufladung zu vermeiden bzw. sofort wieder abzuführen, werden in Geweben von Schutzbekleidung entweder ableitfähige Fäden eingewoben oder wird ein gewisser Anteil an ableitfähigen Fasern in verarbeitete Fäden eingesponnen. In explosionsgefährdeten Bereichen dürfen sich Schutzkleidung und Person nicht elektro- statisch aufladen. Hier wird eine elektrostatisch ableitfähige Schutzbekleidung in Kombination mit ableitfähigen Sicherheitsschuhen auf ableitfähigem, geerdetem Fußboden eingesetzt. Die Schutzbekleidung muss vollständig geschlossen und eng anliegend getragen werden. Sie darf in explosionsgefährdeten Bereichen nicht an- oder abgelegt werden. Die EN 1149 legt Prüfordnungen für elektrostatisch ableitfähige Schutzbekleidung zur Vermeidung zündfähiger Entladung fest. Die Bewertung erfolgt nach EN 1149-3:2001. DIE BEKLEIDUNG IST MIT DIESEM PIKTOGRAMM GEKENNZEICHNET. EN 1149-5 IN VERBINDUNG MIT EN 1149-3 ELEKTROSTATISCHE EIGENSCHAFTEN Chemische/pharmazeutische Industrie | Raffinerien | Tanklager | Mischanlagen | Lackierbetriebe | Mühlen | Misch- und Förderanlagen | Entleerung von Silosattel- fahrzeugen Die Norm legt nichtgewerbliche Wasch- und Trocknungsverfahren zur Prüfung von textilen Flächengebilden fest. Die Norm sieht 3 verschiedene Bezugswaschmaschinen vor (Typ A, Typ B und Typ C). Je nach Waschmaschinentyp sind zwischen 7 und 13 Waschverfahren vorgesehen. Des Weiteren sind 6 Trocknungsverfahren (A–F) festgelegt. Für ein vergleichbares Ergebnis spielen auch Waschmittel (Bezugswaschmittel) und Härtegrad des Wassers eine große Rolle. Die Norm simuliert anhand von beschriebenen Verfahren die Wirkungen des industriellen Waschens von Arbeitsbekleidung. Es sind 8 verschiedene Waschverfahren vom Typ Waschschleuder vorgesehen. Für die Trocknung sind Tumbler-Trocknen oder Tunnel-Schrankfinish vorgesehen. Es ist technisch nicht möglich, ein Industriewaschverfahren in einem Laboraufbau nachzustellen. Die Norm liefert lediglich einen Ansatz in einer Versuchseinrichtung mittlerer Größe, um die Beurteilung durchführen zu können. Um die Vereinbarkeit von Produkt und Waschverfahren abschließend zu beurteilen, weist die Norm darauf hin, die entsprechende Arbeitsbekleidung mit der tatsächlichen Industriewascheinrichtung und mit den zum Einsatz vorgesehenen Verfahren zu prüfen. EN ISO 15797 INDUSTRIELLE WASCH- UND FINISHVERFAHREN ZUR PRÜFUNG VON ARBEITSKLEIDUNG EN ISO 6330 NICHTGEWERBLICHE WASCH- UND TROCKNUNGSVERFAHREN ZUR PRÜFUNG VON TEXTILIEN ACHTUNG: Nicht ableitfähige Zusatzteile an der Außenseite der Bekleidung, wie Etiketten, Kundenlogos oder Reflexstreifen, dürfen nicht breiter als 5 cm sein, sind auf eine Fläche von maximal 10x10 cm beschränkt und müssen dauerhaft an der Bekleidung angebracht sein. Für Zusatzteile, die diese Fläche überschreiten, müssen Prüfdaten als Nachweis vorliegen, die bestätigen, dass zündfähige Entladungen unter ungünstigen Bedingungen nicht auftreten können. NORMEN MÖGLICHER EINSATZ VON SCHUTZBEKLEIDUNG NACH EN 1149:

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